Medical Scientific Liaison Manager (MSL) – „wissenschaftlicher Aussendienst“

Berufsschwerpunkte

  • Wissenschaftlicher Austausch
  • Kommunikation mit Ärzten
  • Entwicklung und Umsetzung medizinisch-wissenschaftlicher Projekte
  • Kongresse

Kompetenzen

  • Kommunikations- und Vermittlungsfähigkeit
  • Proaktivität
  • Verhandlungsgeschick
  • Flexibilität
  • Selbstorganisationsfähigkeit

Erwarteter Abschluss

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium,
    z.B. Medizin, Pharmazie oder Naturwissenschaften

Nachgefragt bei...

5 Fragen - 5 spannende Antworten:

Als Medical Scientific Liaison Managerin, kurz MSL, bin ich verantwortlich für den wissenschaftlichen Dialog und die medizinische Kooperation mit Meinungsbildnern, also Ärzten, die innerhalb ihres Fachbereichs aufgrund ihrer besonderen Expertise ein hohes wissenschaftliches Ansehen genießen. Dazu gehört z.B. sich über medizinische Fragestellungen oder die Entwicklung neuer Wirkstoffe auszutauschen. Außerdem besprechen wir neue Publikationen, Therapieerweiterungen und Daten aus klinischen Studien.

Durch den Austausch mit den Meinungsbildnern erfahre ich auch von bisher unbeantworteten medizinischen Fragestellungen. So sehen Ärzte in ihrer Praxis immer wieder Patienten die an Erkrankungen leiden, für die es noch keine Medikamente gibt.

Darüber hinaus unterstützen wir MSLs die Abteilung Klinische Forschung, die für die Aufsetzung und Durchführung klinischer Studien zuständig ist, indem wir z.B. bei der Identifizierung geeigneter Studienzentren helfen.

Ich habe einen sehr flexiblen Tagesablauf und jeder Arbeitstag sieht etwas anders aus. Generell bin ich viel unterwegs: ich besuche Meinungsbildner, nehme an Kongressen teil, moderiere medizinische Beiratssitzungen und halte sowohl firmenintern als auch extern viele Vorträge. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen des Unternehmens extrem wichtig. Für die Vorträge muss ich mich gut in meinem Fachbereich auskennen und sollte alle neuen Produkte und Studien dazu kennen.

Weiterhin organisiere ich Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und wirke bei Beiträgen für Kongresse mit.

Als wissenschaftlicher Experte in der Region beantworte ich auch Fachfragen von Kollegen und unterstütze die Trainingsabteilung bei der Schulung von Außendienst-Mitarbeitern.

Mein Alltag ist abwechslungsreich, das gefällt mir sehr. Ich arbeite gerne eigenverantwortlich und habe oft Ideen, wie ich meine Arbeit effizienter oder erfolgreicher gestalten kann. Als MSL kommen mir diese Fähigkeiten zu Gute, man muss ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Proaktivität mitbringen.

Es gibt klar gesteckte Ziele, doch wie ich diese erreiche, darin bin ich relativ frei. Oft fühlt es sich das so an, als würde ich mein eigenes kleines „Unternehmen“ führen.

Dazu hat es mir schon immer Spaß gemacht mich zu vernetzen und Leute zusammen zu bringen. Genau das mache ich jetzt als MSL, ich arbeite in einem großen Netzwerk. Mir gefällt vor allem die Kombination aus medizinischem Fachwissen und persönlichem Kontakt. Ich treffe jeden Tag die unterschiedlichsten Menschen, das finde ich sehr spannend. Gleichzeitig erfordert es extrem gute kommunikative Fähigkeiten und oft auch Verhandlungsgeschick. Man muss sich auf die unterschiedlichsten Gesprächspartner einstellen können. Und die Vortragstätigkeit, ein wichtiger Teil meiner Arbeit, die sollte man als MSL definitiv mögen!

Es ist nicht ganz leicht, den Überblick über aktuell laufende Studien und die verschiedenen Entwicklungen innerhalb meines Fachgebiets zu behalten. Ich habe den Anspruch an mich medizinisch-wissenschaftliche Trends frühzeitig zu erkennen - das ist schon eine Herausforderung.

Oft sind Flexibilität und Geduld gefragt, ein Stau kann manchmal die komplette Tagesplanung durcheinander bringen. Davon darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und idealerweise kommt dann einfach Plan B zum Einsatz.

Vom beruflichen Hintergrund bin ich Mikrobiologin. Nach dem Studium war mir allerdings klar, dass ich in einem Forschungslabor nicht glücklich werden würde, da mir dort der Kontakt zu Menschen gefehlt hätte.

Ich habe mich damals für eine Stelle bei einem Pharmaunternehmen entschieden, damals wurde explizit eine Mikrobiologin gesucht. Angefangen habe ich dort im Marketing, als Fachreferentin für ein Antibiotikum. Meine Aufgabe war es, die Marketing Kollegen zu den medizinischen Aspekten des Präparates zu beraten. Schon bei dieser Tätigkeit hatte ich einigen Kundenkontakt und habe schnell gemerkt, dass hier meine besondere Stärke liegt.

In meiner jetzigen Position als MSL ist die Kombination aus Netzwerken und medizinischem Fachwissen einfach perfekt für mich.

*Name geändert