Patient Safety Specialist – „Advokat der Patienten- und Produktsicherheit”

Berufsschwerpunkte

  • Sammeln, Bewerten und Melden von Informationen und Risiken zu Arzneimitteln
  • Beratung intern und extern zu Themen der Arzneimittelsicherheit
  • Kontakt mit Ärzten, Apothekern und Patienten sowie Behörden und Konzernzentrale

Kompetenzen

  • Medizinische und pharmazeutische Kenntnisse
  • Prozessorientiertes Arbeiten, Gewissenhaftigkeit
  • Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Belastbarkeit
  • Gute Englischkenntnisse

Erwarteter Abschluss

  • Studium der Humanmedizin oder Pharmazie, ggf. bei Vorliegen einschlägiger Berufserfahrung auch andere Naturwissenschaften (z.B. Biologie)

Nachgefragt bei...

5 Fragen - 5 spannende Antworten:

Meine wichtigste Aufgabe ist es, die Sicherheit unserer Medikamente für den Patienten zu gewährleisten. Alle Informationen und Meldungen von möglichen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und sonstigen Risiken zu unseren Medikamenten müssen genau überwacht werden. Denn die Anwendung von Medikamenten kann auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursachen oder mit Risiken verbunden sein.

Alle pharmazeutischen Unternehmen sind daher per Gesetz verpflichtet solche möglichen Arzneimittelrisiken zu sammeln, zu bewerten und ggf. an die Behörden zu melden. Hierbei stehe ich in engem Austausch mit nahezu allen Abteilungen innerhalb unserer deutschen Niederlassung und berate sie zu allen Fragen der Arzneimittelsicherheit.

Außerdem stehe ich auch im engen Austausch mit übergeordneten Abteilungen des weltweit agierenden Mutterkonzerns in Basel, aber auch mit öffentlichen Stellen wie z.B. den deutschen Aufsichtsbehörden.

Ich bin viel mit Ärzten, Apothekern und Patienten in Kontakt und berate diese. Ich dokumentiere arzneimittelsicherheitsrelevante Informationen und erstelle dazu bei Bedarf Fallberichte, um festzuhalten, welches Risiko aufgetreten ist. Diese Informationen gehen in eine weltweite Datenbank ein, um so Produktrisiken beurteilen und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können.

Weiterhin berate ich Kollegen aus anderen Abteilungen zu diversen Fragen der Arzneimittelsicherheit. In dieser Funktion helfe ich beispielsweise mit, dass Studien, Forschungsprojekte oder Patientenunterstützungsprogramme zusammen mit Ärzten und Patienten im Sinne einer bestmöglichen Patienten- und Produktsicherheit durchgeführt werden.

Manchmal muss auch akut z.B. zusammen mit der Geschäftsleitung und den Aufsichtsbehörden über Maßnahmen entschieden werden, um unsere Patienten vor Risiken zu schützen z.B. durch eine externe Kommunikation oder durch den Rückruf eines Produktes oder einer bestimmten Charge.

Es ist sehr interessant mit vielen verschiedenen Menschen und Abteilungen im Kontakt zu sein. Oft erlebt man spannende und interessante Fälle und man muss täglich Entscheidungen treffen. Es macht mich stolz zu wissen, dass wir mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Patienten- und Medikamentensicherheit leisten.

Und: Ich kann täglich mein pharmazeutisches und medizinisches Knowhow einbringen.

Die regulatorischen Vorschriften der Gesetzgebung, sowie die firmeninternen Prozesse und Regularien sind sehr komplex. Um fristgerecht melden zu können, muss ich immer auf dem neusten Stand sein. Die Fristen, die ich beachten muss, sind oft sehr eng. Es gibt immer wieder Interessenskonflikte verschiedener Parteien. Dabei ist es oft die Kunst, zwischen den involvierten Personen zu vermitteln.

In einem Punkt mache ich allerdings nie Kompromisse: wenn es um die Sicherheit von Patienten geht!

Ich habe Medizin studiert. Nach dem Studium habe ich zuerst an einer Klinik gearbeitet. Dabei bin ich mit Nebenwirkungen und Arzneimittelrisiken in Kontakt gekommen. Damals fing ich an mich zu fragen, wie man Nebenwirkungen vermeiden kann und wie man Patienten noch besser unterstützen kann. Diesen Aspekt fand ich so interessant und faszinierend, dass ich mich verstärkt mit der Entwicklung von Medikamenten auseinandergesetzt habe.

Für mich war es der nächste logische Schritt in einem Pharmaunternehmen zu arbeiten, an der Quelle sozusagen. Denn dort habe ich die Möglichkeit das Risiko bereits während der Medikamentenentwicklung soweit wie möglich zu minimieren. Und das setzt sich auch nach der Zulassung fort, da wir unsere Medikamente ständig überwachen.

*Name geändert